Regionale Schule "Rudolf Tarnow" Boizenburg
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Neuigkeiten über die vielfältigen Aktivitäten unserer Schule


Viel gepaukt für den Juniortrainer - 08.07.2020

Von Tilo Röpcke

Es ist erst wenige Tage her, dass acht junge Sportler der Sportgemeinschaft Aufbau Boizenburg ihr Zertifikat für den DFB-Junior-Coach stolz in Empfang nehmen konnten. Vorausgegangen war eine 40-stündige Schulung, die die Schüler der Regionalen Schule „Rudolf Tarnow“ im Rahmen der Ganztagschule mit ihrem Sportlehrer und Trainer Gregor Berger gemeinschaftlich absolvierten. „Der DFB-Junior-Coach ist als Einstieg in die lizensierte Trainertätigkeit gedacht und bildet eine wichtige Säule innerhalb der DFB-Qualifizierungsoffensive. In Zusammenarbeit mit dem Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern wollen wir mit dieser Ausbildung nicht nur sportspezifisches Wissen vermitteln, sondern ganz besonders auch einen nicht unerheblichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der jungen Sportler leisten“, sagt Ausbildungsleiter Gregor Berger im Gespräch mit der SVZ. Das sei gerade vor dem Hintergrund der zunehmend mangelnden Wertschätzung des Ehrenamtes von großer Bedeutung. „Ich freue mich sehr, dass mir seitens der Schule die Gelegenheit gegeben wurde, den DFB-Junior-Coach im zweiwöchigen Rhythmus auf dem Gelände von Aufbau Boizenburg zu absolvieren“, zeigt sich der Trainer und Sportlehrer dankbar. Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundene Schulschließung gestaltete sich die Ausbildung der jungen Fußballtrainer allerdings ein wenig schwieriger. „Doch dank der vom DFB zur Verfügung gestellten Online-Lernplattform konnten wir auch unter den derzeit schwierigen Bedingungen die Ausbildung erfolgreich zu Ende führen“, freut sich Berger. Doch damit nicht genug. Vier der insgesamt acht teilnehmenden Jugendlichen absolvieren derzeit sogar noch die ersten Schritte für den Erwerb der Trainerlizenz C, die mit einer Prüfung im kommenden Monat abgeschlossen sein wird. „Das ist ein großer Schritt für meine Jungs, schließlich erhalten sie damit einen neuen Blickwinkel auf die Arbeit unserer Sportgemeinschaft“, ist sich Gregor Berger sicher.

Bild:

Es ist erst wenige Tage her, dass diese acht jungen Sportler der Sportgemeinschaft Aufbau Boizenburg ihr Zertifikat für den DFB-Junior-Coach stolz in Empfang nehmen konnten. (hintere Reihe von links: Gregor Berger, Felix Lamer, Leon Werner, Max Wilhelm, Jakob Zotke; Vordere Reihe von links: Richard Paessler, Maurice Haupt, Maxi Ihde, Chris Neumann)


Erfolgreicher Abschluss der zehnten Klassen - 19.06.2020

Von Tilo Röpcke

Es wirkt auf Außenstehende schon ein wenig befremdlich, wenn bei einer feierlichen Zeugnisübergabe am Ende einer beschwerlichen Schulzeit die Emotionen nur mit angezogener Handbremse herausgelassen werden können. Das akribische Führen einer Anwesenheitsliste mit lediglich zwei geladenen Gästen je Schüler, die Übergabe der Abschlusszeugnisse aus überdurchschnittlich großer Entfernung und vor allem das Vermeiden von Umarmungen oder Berührungen jeglicher Art, und das im bis dato wohl wichtigsten und auch emotionalsten Moment im erst kurzen Leben der jungen Leute – das sind nur einige wenige Verhaltensregeln, an die sich die Schulabgänger in diesem Jahr gewöhnen mussten. Und auch wenn es nicht immer leicht ist, sich an alle Vorschriften bis in das noch so kleinste Detail zu halten, auch die Regionale Schule „Rudolf Tarnow“ in Boizenburg hat diese schwere Bürde am vergangenen Freitag gut gemeistert. Eigentlich wollten die 57 Schulabgänger aus der Elbestadt ihre so sehr herbeigesehnte Mittlere Reife im Lauenburger „Mosaik“ feiern. Doch durch Corona und deren Folgen wurde daraus leider nichts. Stattdessen erhielten sie am vergangenen Freitag in der Sporthalle „Richard Schwenk“ ihren Abschluss aus den Händen von Schulleiter Steffen Busch, unterstützt von ihren Klassenleiterinnen Katrin Timm, Saskia Lampe sowie Katrin Rehbein. „Lernen ist wie das Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück“, zitiert Steffen Busch in seiner Abschlussrede den chinesischen Philosophen Laotse. Dabei hofft der Schulleiter, dass seine Zehntklässler während ihrer mindestens zehnjährigen Schulzeit das notwenige Rudern erlernt haben, wobei der Kurs von nun an ausschließlich von ihnen selbst zu bestimmen sei. Als Jahrgangsbeste beendete am Freitagabend Merle Messner mit einem Notendurchschnitt von 1,3 ihre Zeit an der Boizenburger Regionalen Schule. „Ich beginne schon bald meine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in Hamburg“, gibt die Jahrgangsbeste im Gespräch mit der SVZ einen kleinen Ausblick in ihre ehrgeizigen Zukunftspläne. Stellvertretend für Bürgermeister Harald Jäschke beglückwünschte sein 2. Stellvertreter Jörn Pamperin die Absolventen zum Abschluss der Mittleren Reife. „Ich bin sicher, dass ihr hier das notwendige Rüstzeug mit auf euren Lebensweg bekommen habt, um eben diesen erfolgreich meistern zu können“.


Tag der offenen Tür und Verabschiedung von Frau Münchow 2020

Von Tilo Röpcke

Für gewöhnlich ist die Boizenburger Rudolf-Tarnow-Schule am frühen Freitagabend bereits verwaist. Die Reinigungskräfte haben bis dahin die Spuren des Schulalltags beseitigt und die Regionale Schule vor ungebetenen Gästen gesichert. Ganz anders am vergangenen Freitag, als schon weit vor 17 Uhr auf dem von ansonsten mehr als 500 Schülern bevölkerten Schulhof die ersten Fahrzeuge einen geeigneten Parkplatz fanden. Der Tag der offenen Tür, der an der Regionalen Schule schon von jeher Tradition hat, lockte wieder hunderte Neugierige in das Schulhaus. Besonders die zukünftigen Fünftklässler aus den beiden Boizenburger Grundschulen sowie von der aus dem benachbarten Gresse wollten genau die Schule kennenlernen, in der sie ab dem kommenden Schuljahr in den Klassen 5 und 6 die Orientierungsstufe absolvieren werden. „Meine Kollegen haben sich heute unwahrscheinlich viel Mühe gegeben, die mannigfaltigsten Dinge für unsere zukünftigen Fünftklässler aufzubauen. Ganz besonders freue ich mich über viele ältere Schüler, die heute ihre Freizeit geopfert haben, um unsere Kollegen bei den verschiedensten Experimenten und Präsentationen zu unterstützen“, war von Schulleiter Steffen Busch während eines Rundganges mit seiner Stellvertreterin Jana Koß im Gespräch mit der SVZ zu erfahren. Nach Auskunft von Steffen Busch werden im kommenden Schuljahr wiederum sechs fünfte Klassen gebildet werden können, schließlich lägen bis dato bereits mehr als 130 Neuanmeldungen vor. „Damit werden ab dem Schuljahr 2020/21 voraussichtlich 536 Jungen und Mädchen in den Klassenstufen 5 bis 10 die Schulbank drücken, was eine erneute Steigerung der Schülerzahlen an unserer Rudolf-Tarnow-Schule zur Folge hat“, ergänzt die stellvertretende Schulleiterin Jana Koß. Dass ausgerechnet die Fachräume Chemie und Physik beim Tag der offenen Tür stets so gut besucht sind, sei nach Ansicht von Fachlehrerin Dörte Harder der räumlichen Lage dieser beiden naturwissenschaftlichen Fächer geschuldet. Trotzdem ziehen die zum Teil spektakulären Experimente immer wieder zahlreiche Neugierige in ihren Bann. Vielleicht auch nur um zu überprüfen, ob der Spruch „Chemie ist das was knallt und stinkt, Physik ist das was nie gelingt“ selbst zu überprüfen. „Ich freue mich sehr, dass meine Neuntklässler auch in diesem Jahr wieder in Eigenregie spannende Experimente vorbereitet haben, um bei unseren zukünftigen Fünftklässlern die Vorfreude auf ihre neue Schule zu fördern“, sagt Chemielehrerin Dörte Harder, während sie in ihrem gut besuchten Fachkabinett die leuchtenden Kinderaugen sichtlich genießt. Und dann wurde es kurz nach 19 Uhr, als bereits alle Besucher des diesjährigen Tages der offenen Tür das Schulhaus verlassen hatten, noch einmal so richtig emotional im Lehrerzimmer der Regionalen Schule. Nach 41 Dienstjahren, und die stets an ein und derselben Schule, wurde Susanne Münchow in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. „Lehrertourismus kann man ihnen beim besten Willen nicht vorwerfen“, sagt Schulleiter Steffen Busch augenzwinkernd bei seiner Abschlussrede für seine scheidende Kollegin. Nun habe die 63-jährige Lehrerin für Deutsch, Englisch und Russisch endlich wieder genügend Zeit, um ohne Zeitdruck dem Reisen zu ihren Lieblingszielen Ostsee oder Mallorca frönen zu können. Aber auch das Singen in einem Chor stünde nun ganz oben auf der Prioritätenliste der begeisterten Hobbysängerin. „Denkt daran, habt immer ein Lächeln auf den Lippen, wenn ihr in das Schulhaus kommt. Die Schüler werden es euch danken“, gab Susanne Münchow ihren Kollegen am Ende des Tages noch mit auf den Weg.






 

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